Wir über uns


Inhaber der Firma PPA Schlüter

Firmeninhaber   Tätigkeit
1.Generation
Gründer
Peter Schlüter
geb. am 28.02.1826
1853 - 1883
2. Generation
Peter Schlüter
geb. am 23.09.1855 1883 - 1919
3. Generation
Emil Schlüter
Paul Schlüter

geb. am 26.12.1883
geb. am 01.09.1889
1919 - 1952
1919 - 1970
4. Generation
Peter Schlüter
Arnold Schlüter
geb. am 14.02.1922
geb. am 09.07.1924

1953 - 1983
1953 - 1983
5. Generation
Peter Schlüter
Ulrich Schlüter
geb. am 27.03.1949
geb. am 08.11.1956
1983 - 1997
seit 1983

Zur Firmengeschichte und Firmenentwicklung

Oder wenn Sie genau nachdenken:

155 Jahre Erfahrung im Handwerk hat Zukunft


In dem modernen und zweckmäßig eingerichteten Büro in der Bahnhofstraße, wie auf der Abbildung der Homepage zu sehen ,grüßen die Bilder der Ahnherren der Firma den Besucher und schauen den Mitarbeitern der Firma bei Ihrer Tätigkeit zu. Wie mag es hier wohl 1853 auf dem Betriebsgelände des ältesten Horster Handwerksbetriebes ausgesehen haben?

Ein einfacher Weg führte damals von dem alten Rasthaus (jetzt"Stadt Hamburg") nach Horstheide und Hackelshörn (Bahnhof). Der Gründer des heutigen stolzen Unternehmens, Zimmermann Peter Schlüter, Ur-Urgroßvater des jetzigen Firmeninhabers, war durch Heirat von Neuenbrook nach Horst gekommen. Durch Erlaubnis der klösterlichen Verwaltung in Uetersen wurde ihm die Konzession zur Einrichtung einer Tischlerei erteilt.

Diese Urkunde liegt heute noch wohlverwahrt. Als ein handwerksgeschichtliches Dokument ist der Text dieser Konzession wert, im Wortlaut angeführt zu werden:

"In Gemäßheit eines Reskripts des Königlichen Ministerii für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg vom 7ten April 1853 wird auf Ansuchen des Tischlers Peter Schlüter in Horst, in Folge der Bekanntmachung vom 27.April 1848, hierdurch und kraft Dieses concediert und bewilligt: daß Peter Schlüter in Horst das Tischlerhandwerk in dem Klösterlich Uetersener Patrimonialgut Horst gegen Erlegung einer jährlichen Recognition von 7 Taler 8 Schilling Courant in das Königliche Hebungsregister zu Ranzau ungehindert treiben möge. Jedoch ist der Imperant schuldig und verpflichtet, diese Koncession bei Verlust derselben und bei sonst willkürlicher Strafe, bei der Klösterlichen Kirchspielvogtei in Horst vorzuweisen, sowie es demselben bei gleicher Strafe untersagt ist, in auswärtige Zünfte zu treten .
Uetersen, den 30. April 1853

In Folge höherer Autorisation

O. Rantzau(Graf zu Rantzau)

Prod. registr. und Abschrift genommen in der Klösterlichen Kirchspielvogtei zu Horst, d.10.Mai 1853. Geb. 1 Taler I.D. Heydorn

An dem Weg von der Ortsdurchfahrt Richtung Bahnhof (Horstheide und Hackelhörn ) standen damals ein paar Strohdachkaten und drei Häuser. Eines davon war das Stammhaus der Firma PPA Schlüter. Die junge Eisenbahnstation Hackelhörn (Horst - Bahnhof) bildete die einzige Verbindung zur Welt außerhalb des abseitigen Winkels. Aber der Zimmermann Peter Schlüter nützte sie: Sie mußte ihm aus Elmshorn von der ebenfalls noch im Firmenbesitz befindlichen Firma Holz – Junge , das Bauholz in kleinen Mengen herbeischaffen. Als "Handgepäck" verlud er das gekaufte Holz auf die Puffer des hinteren Wagens eines Zuges, setzte sich obendrauf und fuhr gleichzeitig bis Horstheide mit. Hier warf er das gekaufte Holz die Böschung hinunter und sprang dann vom Zug. Das die Böschung hinuntergerollte Holz wurde von den kräftigen Zimmermannshänden gepackt und landete in der Werkstatt in der Bahnhofstraße.

Nun war es beileibe noch nicht so, daß die gegründete Tischlerei den Inhaber zum "Krösus" machte. So scheute sich Peter Schlüter denn auch nicht, durch "Musik" einen Taler dazuzuverdienen. Dazu war ihm bereits 1872 vom Königreich Preußen der Gewerbeschein Nr. 543 erteilt worden. Darin wird "dem Peter Schlüter in Horst erlaubet, mit Musik aufzuwarten, jedoch nur im zweimeiligen Umkreise vom Wohnorte des Inhabers".

Mit einer Hobelbank fing der Gründer an, aber als er 1895 den Betrieb seinem Sohn Peter übergab, waren bereits ein Holzlager und eine Zimmerei dazugekommen. Noch gab es keine Motoren und das Bauholz mußte von Hand mit der Säge geschnitten werden, welches von den umliegenden Bauern als Rundholz für Ihre Bauten angeliefert wurde.

Gründersohn Peter Schlüter baute dann noch vor der Jahrhundertwende ein großes Windrad und setzte es auf seine Werkstatt als Antriebsquelle für die Maschinen. Diese große Windrose war dann viele Jahre mitbestimmend für das Ortsbild der Gemeinde. So manches Mal mußte Peter Schlüter nachts aufstehen, um den nächtlichen Wind für die Maschinen zu nutzen. Der Ruf " Wind, Wind ! " weckte dann die zur damaligen Zeit beim Meister untergebrachten Lehrlinge, die mit anpacken mußten.

Im Jahre 1904 mußte das Windrad einem Benzinmotor weichen- man wollte endlich von den schwankenden Windverhältnissen unabhängig werden. Der Benzinmotor hatte zwar auch noch seine Mucken, aber der Fortschritt war eingeleitet. Und bald darauf lief auch der erste Elektromotor bei der Firma Schlüter. Zunächst wurde der Strom von der im selber Ort tätigen Dampfmühle Schwarzkopf bezogen, bald danach wurde dann die Überlandzentrale für Schleswig-Holstein angelegt und es gab(fast) unbegrenzt Energie für die Betriebsmaschinen. Das Telefon für eine rationelle Betriebsführung wurde mit als erstes in Horst angeschafft. Das ungewohnte Klingeln sorgte nach Überlieferung für freudiges Erschrecken, da die neue Verbindung zur Außenwelt neue Kunden anzog.

1919 übernahmen die Enkel des Firmengründers, Paul und Emil Schlüter, den Betrieb. Die Werkräume wurden vergrößert. Es entstand eine neue Hauptwerkstatt. Im Laufe der Jahrzehnte folgten stehts neue und modernere Maschinen, um dem handwerklichen Können und Eifer der Inhaber und Mitarbeiter ein schnelleres und wettbewerbfähigeres Arbeiten zu ermöglichen.

1953 traten die Söhne von Paul Schlüter, Peter und Arnold, dann in die Firma ein. So kam es zur Firmierung von PPA Schlüter OHG, um sich von den Mitbewerbern gleichen Namens zu unterscheiden. Es erfolgten Investitionen: Die Werkstatt wurde zunächst um das Doppelte vergrößert und modernere Maschinen angeschafft. 1972 erfolgte eine weitere Betriebsvergrößerung mit Lagerhalle und Werkhalle für Kunststoffensterfertigung. Der mittlerweile aufgelöste Bahnhof sorgte für den entsprechenden Fuhrpark.

Am 01.01.1983 übernahm die fünfte Generation mit Peter Schlüter als Sohn des Arnold Schlüter und Ulrich Schlüter als Sohn des Peter Schlüter mit den erst noch mitarbeitenden Vätern die Firma mit den Eintrag als PPA Schlüter GmbH & Co KG im Handelsregister. Der Umsatz stieg und die Bauvorhaben wurden umfangreicher und größer. Im Jahre 1997 ließ sich Peter Schlüter aus der Firma auszahlen und Ulrich Schlüter wurde Alleininhaber.

Nun wurde stark modernisiert. Die alte WohnHaus + Werkstatt von1853 wurde stillgelegt und dient nun nach umfangreicher energergetischer Gebäudesanierung als Wohn+ und Geschäftshaus . Neu gebaute Betriebsräume und modernste Maschinen sind die Grundpfeiler für die Anforderungen zur Fortführung der Firma in nächste Jahrtausend. Die Präsentation und die Kommunikation der Firma mit Hilfe des Internets rundete zunächst die Investitionen ab.

Konsequent, da handwerkliche gewachsene Erfahrung seit 1853 für höchste Qualität spricht, wurde das Betätigungsfeld der Firma im Holzrahmenbau seit 1998 in die Produktionskette aufgenommen. Zahlreiche reine Holzbauten als Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser in Niedrigenergiebauweise zeugen bereits von für das Gespühr des neuen Markttrentes für gesundes und kostengünstiges Bauen.

Seit dem Jahrtausendwechsel sind wir mit unserer Kompetenz beratend in der energetischen Gebäudesanierung tätig für private und kommunale Kunden, sowie Bauträger und Wohnungsverwaltungen. Durch die neuen Betätigungsfelder firmiert die erfolgreiche Tischlerei und Zimmerei seit ihrem 150 jährigen Geschäftsjubiläum im Jahre 2003 unter PPA Schlüter Bauausführung und Bauverwaltungs GmbH am Markt.

Eine Vorbereitung der sechsten Firmengeneration steht bevor.

PPA Schlüter - Bahnhofstraße 24-26 - 25358 Horst
Tel. 04126-1453 e-mail: post@ppa-schlueter.de